a

Aktuelle Situation zu den Minen in den Corbieres (Stand 2016).
Häuser gesprengt - Minen eingezäunt - Betreten verboten! Historische Bauwerke wurden oberhalb von Arques ohne Not und Veranlassung im Jahr 2014 gesprengt(siehe Bilder unten).

[bbgal=bouisse] Valmigere Galerie fosse N23 [bbgal=bouisse] Valmigere Galerie fosse N23 [bbgal=bouisse] Valmigere Galerie fosse N23

Der komplette Minenkomplex wurde eingezäunt und mit Schildern "Betreten verboten" ausgewiesen. Allein der neue Zaun, der den halben Berg umschließt, dürfte Unsummen gekostet haben. Wohl frei nach dem Motto: wir haben zu viel Geld - lasst es uns zum Fenster rausschmeißen.
Doch Spaß beiseite. Was steckt wirklich dahinter? Der Sinn dieser Aktion scheint fragwürdig und erschließt sich erst, wenn man sich in den Dschungel der französischen Verwaltungsstruktur begibt.

Da niemand für den Erhalt und die Sicherung der Minen Geld ausgeben will und Frankreich ein zentral gesteuerter Staat ist, wird das Problem solange nach unten delegiert, bis die Ebene der Grundbesitzer erreicht ist.

Da im Schadensfall nach diesem System letztendlich der Eigentümer haftet, bleibt nun nichts anderes mehr als Vorsorge. Also wird erst einmal alles gesprengt - das kostet ja so gut wie nichts und geht schnell. Allerdings lassen sich die Minen oberhalb von Arques nicht so einfach sprengen. Die Bergflanke hat die Struktur von einem Schweizer Käse. Wenn man dort sprengen würde, käme der halbe Berg ins Tal. Außerdem gibt es in den Tunneln und Höhlen zahlreiche Fledermauskolonien - es gibt einen örtlichen Tierschutzverein - es gibt EU Richtlinien und so weiter und so fort.
Also baut man einen Zaun und stellt Schilder auf.

Fotos & weiterlesen ⇒

Eine wirklich kontraproduktive Aktion. Nun kann jeder leicht erkennen, wo es zu den Minen geht. Man folgt einfach dem Verlauf des Zauns und gelangt so zu fast allen relevanten Tunneleingängen.
Besser, sicherer und kostengünstiger wäre vermutlich eine Gestzesnovelle gewesen, die die Landbesitzer von finanziellen Forderungen Geschädigter freisprechen würde. Frei nach dem Motto: wer sich selber in Gefahr begibt, haftet auch für die Folgen.

Der Weg den die "L'association Mines en Corbières" geht, scheint zielführender. Das simple Konzept: die ersten Meter gesondert ausgewiesener Minen sind in einem gesicherten Abschnitt begehbar. Danach verschließt ein Gitter die weiteren Bereiche. Soweit der Plan! Informationen zur Mine sind im Zugangsbereich verfügbar und können über die Association abgefragt werden.
Die Planung zu dem neuen Programm wird unter "Le projet touristique" vorgestellt. Allerdings wird dem Hardcore-Minenforscher diese Reglung sicherlich nicht reichen. Aber es besteht in diesem Fall vermutlich die Möglichkeit sich eine Schlüssel für die weitere Begehung zu besorgen.

end faq

  • ssssss